Gesundheitstourismus: Präventionsreisen
claudia | 7 Dezember 2011 | 20:46Das Geschäft boomt und 2005 gab es sogar einen Nachfragerekord. So ließen sich 1,2 Millionen Versicherte bei einem Präventionskurs am Wohnort bzw. im Urlaub gut gehen, ein Anstieg von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die meisten nutzen das Urlaubsgeld der Krankenversicherung für einen Kurztrip innerhalb Deutschlands, gefragt sind aber auch Österreich, Tschechien und Spanien. Die Idee, die hinter diesen Präventionsreisen steckt, ist nicht neu: Vorbeugen bedeutet seit der Gesundheitsreform im Jahr 2000 aber nicht mehr nur Schutzimpfung, oder Vorsorgeuntersuchung, sondern auch „Primärprävention“. Die ist vom Gesetzgeber ausdrücklich erwünscht, soll sie doch den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern“ (§20, Sozialgesetzbuch V). Die Versicherten sollen angeregt werden durch diese Präventionskursen, sich aus selbständig und aus dem eigenen Antrieb heraus für einen bewussten Lebenswandel zu entscheiden und sich damit nachhaltig gesund halten. Auch der Gesetzgeber empfiehlt diese Präventionsangebote ausdrücklich. Ob Rückenschulkurs, oder das Anti-Stress-Seminar vor der Haustür oder im Urlaub stattfindet, spielt hierbei keine Rolle. Das Wichtigste ist dass man überhaupt etwas für seine Gesundheit tut. Buchen kann die Gesundheitsreisen jeder, und das sogar recht unkompliziert. Um das Geld am Ende aber auch wieder zurückzubekommen, sind einige Spielregeln einzuhalten, wie etwa die regelmäßige Teilnahme an den integrierten Kursen. Zu diesen Vorgaben haben sich die gesetzlichen Krankenkassen in ihrem Präventionsleitfaden verpflichtet.
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